{"id":600,"date":"2013-12-02T12:21:38","date_gmt":"2013-12-02T10:21:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/?p=600"},"modified":"2013-12-03T00:03:19","modified_gmt":"2013-12-02T22:03:19","slug":"erfahrungen-mit-den-bildern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/allgemein\/erfahrungen-mit-den-bildern\/","title":{"rendered":"Erfahrungen mit den Bildern"},"content":{"rendered":"<p>Heute m\u00f6chte ich wieder einmal an dieser Stelle einen Gastautor zu Wort kommen lassen. Stephan \u00d6verm\u00f6hle ist ein Sch\u00fcler von mir, der sich ein paar Gedanken zu der Arbeit mit den Bildern gemacht hat. Ausgel\u00f6st wurde dies durch meinen Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/allgemein\/das-gehirn-und-die-bilder\/\">Das Gehirn und die Bilder<\/a>\u201c.<\/p>\n<p>Stephan beschreibt hier aus \u201eAnwendersicht\u201c sehr sch\u00f6n was Bilder mit einem machen k\u00f6nnen und wie sie \u201ewirken\u201c, bzw. was bei Ihrer Anwendung wichtig ist. War mein letzter Artikel der Versuch einer Erkl\u00e4rung ist seiner ein Erfahrungsbericht.<!--more--><\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen:<\/p>\n<p>Ich habe durch Gespr\u00e4che und Diskussionen aus meinem pers\u00f6nlichen Umfeld \u00fcber den Artikel \u00fcber die Bilder das Gef\u00fchl, dass Leute einen falschen Eindruck bekommen k\u00f6nnten. Zu schnell und zu einfach kann man richtige \u201eBildarbeit\u201c mit der Arbeit mit Bildern verwechseln. Das Arbeiten mit Bildern, also zum Beispiel: &#8218;Ich stelle mir vor, durch den anderen hindurch zu schlagen, wenn ich meine Schlagtechnik \u00fcbe, anstatt ihn einfach zu schlagen&#8216;, kann ein Einstieg in die Bildarbeit sein, aber eben nicht mehr. Ich halte diesen Ansatz im Sinne der Bildarbeit f\u00fcr mehr oder minder langweilig. Sicher ist die Arbeit mit Bildern n\u00fctzlich, so wie Eselsbr\u00fccken, und sie sind sicherlich ein guter erster Schritt f\u00fcr die Bildarbeit, aber eben irgendwie ganz am Anfang dieser Arbeit. Ich habe jedoch erlebt, dass Leute gerne auf diesem Level bereits denken, dass Sie schon verstanden h\u00e4tten, was gemeint ist.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde diese Bilder im Sinne meiner Erfahrungen vielleicht als Bilder 0. Stufe bezeichnen, sie sind sicherlich n\u00fctzlich, aber eben irgendwie langweilig.<\/p>\n<p>Nach meiner Erfahrung wird die Arbeit mit Bildern erst spannend, wenn ich etwas Pers\u00f6nliches den Bildern beigef\u00fcgt habe. Ich m\u00f6chte dazu auf ein Zitat von Ralf zur\u00fcckkommen, der bei der Beschreibung des \u201eunbendable arms\u201c und der damit einhergehenden Beschreibung gesagt hat: \u201eEs ist v\u00f6llig egal was ihr euch vorstellt: (hei\u00dfer) Wasserdampf, Coca Cola, Lava&#8230; Hauptsache es ist euer Bild und es passt zu euch und ihr k\u00f6nnt etwas damit anfangen.\u201c Ich habe das erst mal so hingenommen ohne dar\u00fcber nachzudenken. Aber das hat sich irgendwie ge\u00e4ndert, w\u00e4hrend ich versucht habe mit den Bildern zu arbeiten. Das Problem ist, denke ich, wenn das Bild nicht etwas Pers\u00f6nliches enth\u00e4lt, dann ist es nicht authentisch. Schlimmer noch, wenn man versucht das Bild eines anderen zu \u00fcbernehmen, obwohl man nichts damit anfangen kann, obwohl es nicht zu deiner Pers\u00f6nlichkeit passt, bringt es aus meiner Erfahrung sogar \u00fcberhaupt keinen Nutzen.<\/p>\n<p>Es ist aber aus meiner Sicht nicht nur der Nutzen und damit die Effektivit\u00e4t, welche die Bildarbeit erst interessant macht und damit auf eine neue Stufe bringt, sondern auch was das Bild mit dir macht! Du zwingst deinen Bewegungen nicht nur etwas auf, wenn du mit Bildern arbeitest, sondern dein K\u00f6rper, oder nach der Lekt\u00fcre von Ralf Artikels sollte ich vielleicht besser sagen dein Unterbewusstsein, gibt dir auch immer etwas zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Was bedeutet das?<\/p>\n<p>Nun ja, schlichtweg dass sich dein K\u00f6rper\/Unterbewusstsein erstmal schlichtweg nicht auf Bilder, die nicht zu deiner Pers\u00f6nlichkeit passen, einl\u00e4sst. Das hei\u00dft du arbeitest in so einem Fall gegen einen unterbewussten Widerstand an und das bedeutet schlussendlich, dass du absolut keinen Nutzen aus diesen Bildern ziehst. Im Gegenteil sie hindern dich sogar!<\/p>\n<p>Das hei\u00dft aber, und das halte ich noch f\u00fcr viel wichtiger, dass die Bildarbeit dir auch immer ein \u201eFeedback\u201c gibt! Wenn ich versuche mit manchen Bildern zu arbeiten macht mich das unglaublich sauer&#8230;, w\u00fctend&#8230;, ich fange innerlich an zu rasen und bin dann nicht mehr so recht bei der eigentlichen Anwendung.<br \/>\nManche machen mich einfach traurig, deprimiert,&#8230;auswegslos.<br \/>\nAndere machen mich gl\u00fccklich, ausgeglichen, zufrieden.<\/p>\n<p>Die besten Bilder aber sind die, die mich voll und ganz der Bewegung aussetzen. Die machen dass ich mich der Bewegung mehr und mehr aussetze, mich von ihr f\u00fchren lasse und einfach die Bewegung bin. Weil es gut ist! An der Stelle f\u00e4ngt f\u00fcr mich dann auch noch einmal eine neue Qualit\u00e4t der Bewegung an. Denn sich diesem Fluss hinzugeben, dieser Fluss zu sein und sich dann aber trotzdem wiederzufinden, nachdem man Teil des Flusses geworden ist, und den Fluss zu lenken ohne die Kontrolle zu \u00fcbernehmen. Das ist noch einmal eine ganze neue Qualit\u00e4t!<\/p>\n<p>Wenn der Zusatz der pers\u00f6nlichen Auseinandersetzung mit den Bildern f\u00fcr mich die 1. Stufe der Arbeit mit den Bildern darstellt, dann ist die Arbeit innerhalb des Flows (Flusses) sicherlich die zweite Stufe und da (an der Schwelle der zweiten Stufe) stehe ich nach meinem Gef\u00fchl noch v\u00f6llig am Anfang.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall ist die Bildarbeit viel interessanter als sich vorzustellen einfach durch jemanden durchzuschlagen&#8230;!<\/p>\n<p>Wer nichts mit Bildarbeit zu tun haben will, der wird immer Gr\u00fcnde f\u00fcr sich finden nicht damit anzufangen. Wer jedoch neugierig genug ist und den Mut hat sich einzulassen, der wird sicherlich in den Fortsetzungsartikeln von Ralf etwas finden, was ihn auf eine spannende Reise f\u00fchrt, auf der ihn hoffentlich ein guter Lehrer begleitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute m\u00f6chte ich wieder einmal an dieser Stelle einen Gastautor zu Wort kommen lassen. Stephan \u00d6verm\u00f6hle ist ein Sch\u00fcler von mir, der sich ein paar Gedanken zu der Arbeit mit den Bildern gemacht hat. 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