{"id":777,"date":"2020-06-07T10:59:18","date_gmt":"2020-06-07T08:59:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/?p=777"},"modified":"2020-06-07T11:41:37","modified_gmt":"2020-06-07T09:41:37","slug":"das-schaerfegleichnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/allgemein\/das-schaerfegleichnis\/","title":{"rendered":"Das Sch\u00e4rfegleichnis &#8211; von John Flais"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"941\" height=\"547\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-778\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe1.png 941w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe1-300x174.png 300w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe1-768x446.png 768w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe1-500x291.png 500w\" sizes=\"(max-width: 941px) 100vw, 941px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich wurde k\u00fcrzlich in eine online-Diskussion verwickelt, die davon ausging, dass wieder mal ein Taijiquan-Lehrer (um das Wort \u00abMeister\u00bb zu umgehen) von einem Vollkontaktler (Sanda) \u00f6ffentlich verpr\u00fcgelt worden war. Konkret ging ersterer dreimal nach einem einseitigen Schlagabtausch von je maximal zehn Sekunden auf die Bretter, wobei er beim dritten Mal selbst steif wie ein Brett liegenblieb. Dass der gute Mann schon 69 war und sein Gegner anscheinend 50 (obwohl der auf dem k\u00f6rnigen Video eher aussah wie 30) machte die Sache nicht wirklich besser.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Diskussion ging dann etwas hin und her, Anh\u00e4nger der TCMA \u00e4usserten sich negativ \u00fcber die F\u00e4higkeiten des TJQ-Vertreters, es wurde diskutiert, was die TCMA denn seien oder nicht sein, mit allen m\u00f6glichen und unm\u00f6glichen Vergleichen quer durch die Geschichte und alle Kontinente (ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage). Schliesslich wurde die Diskussion zur\u00fcck zum Ausgangspunkt gelenkt, n\u00e4mlich der generellen Vergleichbarkeit in einem kontrollierten Setting, beispielsweise einem Vergleichssparring im Vollkontakt.<\/p>\n\n\n\n<p>Meiner Erfahrung nach gibt in diesem Fall drei m\u00f6gliche Szenarien:<\/p>\n\n\n\n<p>A: Der Sparringsneuling wird \u00fcbel zusammengefaltet, kehrt w\u00fctend der Matte den R\u00fccken (\u00fcblicherweise mit den Worten \u00abAber in einem echten Kampf h\u00e4tte ich\u2026!\u00bb) und ward nie mehr gesehen<\/p>\n\n\n\n<p>B: Der Sparringsneuling wird \u00fcbel zusammengefaltet und erw\u00e4gt einen Vereinswechsel (\u00abDie haben mir all die Jahre was erz\u00e4hlt da!\u00bb)<\/p>\n\n\n\n<p>C: Das Sparring verl\u00e4uft mehr oder weniger ausgeglichen und man trennt sich mit den Worten \u00abVielen Dank, war spannend, gerne mal wieder.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gebe zu, dass ich \u00fcber die Jahre f\u00fcr diverse \u00abA\u00bbs und \u00abB\u00bbs verantwortlich war. Um ehrlich zu sein habe ich \u00abC\u00bb vor allem dann erlebt, wenn Vollkontaktler in andere Vollkontaktsportarten reingeschaut haben, aber wie immer gibt es auch Ausnahmen. Wir sollten uns auch vor Augen halten, dass sich unser Besucher auf ein neues Spielfeld begibt, wo er unter den dort herrschenden Regeln \u00abspielen\u00bb muss. Unter umgekehrten Voraussetzungen k\u00f6nnte auch der umgekehrte Fall eintreten. Ich wurde dann gefragt, wie man es in einer traditionellen Kampfkunst anstellen k\u00f6nnte, dass \u00abC\u00bb h\u00e4ufiger vork\u00e4me, wie man also die Vollkontaktkomponente st\u00e4rken k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Antwort hat allerdings ziemlich schnell Essaycharakter entwickelt und wurde dar\u00fcber hinaus noch mit Gleichnissen aus dem Kontext des Messerschleifens gespickt, was den Rahmen der Diskussion v\u00f6llig gesprengt, aber die Grundlage f\u00fcr diesen Beitrag geliefert hat. Er bezieht sich nicht direkt auf die TCMA und m\u00f6chte die Frage, was TCMA sind und sein sollen weitestgehend ausklammern. Es geht vielmehr um die Frage, wie denn generell in Kampfsystemen gewisse Qualit\u00e4ten ausgebildet werden und was denn erforderlich ist, um aus einem System ohne hohen Vollkontaktanteil in ein Vollkontaktsystem hineinschauen zu k\u00f6nnen und einigermassen unbeschadet, daf\u00fcr mit neuen Erkenntnissen wieder rauszukommen. Erforderlich sind f\u00fcr Letzteres aus meiner Sicht generell drei Dinge: physische Vorbereitung, Einstellung und Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die physische Vorbereitung ist am einfachsten. Als allererstes sollte man fallen k\u00f6nnen, ohne sich gleich die Gr\u00e4ten zu brechen \u2013 ich weigere mich inzwischen standhaft, mit jemandem bzw. jemanden zu trainieren, der nicht vorab die F\u00e4higkeit zu fallen (im Rahmen des geplanten Vergleichssettings) demonstriert. Wenn beim Vergleich zudem Schl\u00e4ge erlaubt sind, sollte man zudem vorab mit Schutzausr\u00fcstung und Partner ge\u00fcbt haben, um ein Distanzgef\u00fchl zu entwickeln und ein paar Treffer einstecken zu k\u00f6nnen. F\u00fcr Waffen gilt naturgem\u00e4ss das Gleiche, mit Betonung auf Schutzausr\u00fcstung und angemessene Simulatoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das deckt die grundlegende physische Vorbereitung auch schon ab, wobei wir hier von einem Basislevel sprechen, nicht von etwas, was dem \u00c4quivalent eines Meistergrades gerecht w\u00fcrde. Nat\u00fcrlich ist es auch ein Vorteil, fitter zu sein (wie ich in meinen Ligazeiten gesagt habe: Ich mag meine K\u00e4mpfe so kurz und einseitig wie m\u00f6glich!), aber f\u00fcr einen reinen Einblick in ein anderes System und zu wissen, wo man steht ist das nicht zwingend erforderlich \u2013 auch wenn \u00abich sollte wirklich mehr an meiner Ausdauer arbeiten\u00bb ein nicht un\u00fcbliches Statement nach solchen Vergleichen ist (\u00abIch war einfach viel zu gut in Form\u00bb habe ich dagegen noch nie geh\u00f6rt). Mit ein Grund ist hier meiner Erfahrung nach, dass Sparringsanf\u00e4nger h\u00e4ufig verkrampfen, und in dem Fall brennt jeder schnell mal aus, aber das ist wieder ein etwas anderes Thema.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"212\" height=\"66\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-779\"\/><figcaption><em>Preisfrage \u2013 wann muss die Kalligraphie des Meisters entstanden sein, damit ich sie gr\u00fcssen darf?<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Einstellung, die f\u00fcr einen system\u00fcbergreifenden Austausch f\u00f6rderlich ist, ist sowas wie \u00abWir machen unser Ding, aber was die anderen machen kann auch spannend sein und in bestimmten Kontexten funktionieren\u00bb. Man vergleiche das mit den \u2013 hier intentionell \u00fcberspitzten \u2013 Klischees von \u00abGrossmeister XY war ja SO ein toller Hecht. Er war der AB-SO-LUTE Obermacker in seiner Stadt, die damals die aller\u00fcbelste Absteige des Wilden Ostens war. Er hat Anno Schnee basierend auf seinen 2943 allesamt gewonnenen ECHTEN STRASSENK\u00c4MPFEN die BESTEN TECHNIKEN zusammengestellt, die AUF EWIG G\u00fcltigkeit haben, auch wenn die Schwerkraft pl\u00f6tzlich wegfallen sollte (ja, SO GUT war Grossmeister XY!). Wir machen das hier in der Tradition von Grossmeister XY. Lasst uns seine Kalligraphie gr\u00fcssen.\u00bb Das soll jetzt keine Kritik an traditionellen Kampfk\u00fcnsten (oder dem, was heute als solche verkauft wird) sein, aber ich finde, man sollte Tradition und Analyse auch gelegentlich trennen k\u00f6nnen, und vor allem nicht die intrinsische \u00dcberlegenheit des eigenen Stils basierend auf dessen mehr oder weniger verl\u00e4sslichen Geschichte postulieren, nur weil einem das laufend eingetrichtert wurde. Ich weiss, das liegt h\u00e4ufig im Interesse des Anbieters, aber eben nicht zwingend im Interesse des Anwenders, der vermutlich nicht unter Realbedingungen lernen m\u00f6chte, dass die \u00abultimative Technik\u00bb so ultimativ nicht ist. Technik ist sch\u00f6n und gut, aber sie muss auch f\u00fcr den Anwender funktionieren \u2013 und daf\u00fcr eben auch mal mehr oder weniger adaptiert werden. Ich glaube, einer der Gr\u00fcnde, warum Vollkontaktler an Vergleichen so viel Spass haben ist, dass das f\u00fcr sie im Rahmen ihres Kontextes ganz normal ist \u2013 bei jedem Sparring vergleicht man sich mit anderen, und bei jedem Lehrgang oder Wettkampf vergleichen sich Schulen. Je gr\u00f6sser der Sport, desto gr\u00f6sser die m\u00f6glichen Vergleichsebenen. Und wer nur immer stur \u00absein Ding\u00bb macht, wird halt nicht \u00fcber Punkt X hinauskommen, was in vielen F\u00e4llen eben bedeutet: schnell mal stagnieren. Allerdings wird er das vielleicht nie wissen, wenn er nie \u00fcber den Tellerrand schaut.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"480\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-780\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe3.jpg 480w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe3-300x178.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption><em>Es geht nicht um \u00abKraft gegen Technik\u00bb &#8211; Technik ist die korrekte und zeitkritische Anwendung von Kr\u00e4ften und Impulsen. Ungeachtet dessen, wer grad die dickeren Oberarme hat. Im Bild: Adam Saitiev und Yoel Romero, Finale 84 kg Freistil bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das N\u00e4chste ist ein realistisches Verst\u00e4ndnis von Kraft und Technik. Anstatt Kraft als negativ abzutun und ewig \u00abTechnik schl\u00e4gt Kraft\u00bb zu beten (ich h\u00f6re das sogar von BJJlern andauernd, leider in aus meiner Sicht meistens v\u00f6llig falschen Kontexten) w\u00fcrde ich das alte Dogma umformulieren und sagen, dass es im physischen Teil einer Auseinandersetzung prim\u00e4r um Kr\u00e4fte geht. Kr\u00e4fte werden im Kampfsport prim\u00e4r generiert durch Gewichtsverlagerung (!) und sekund\u00e4r verst\u00e4rkt durch Muskelkontraktionen, sowohl die eigenen als auch die des Gegners, die man nutzen kann (sofern man sie denn voraussagen und\/oder gezielt provozieren kann). Sie werden verst\u00e4rkt durch die generierte Geschwindigkeit, Hebel- und Keilwirkung (= Technik, Waffen) sowie gezielte Anwendung (= kampfrelevante Anatomiekenntnisse) und koordiniert durch gezielte Bewegungsabfolgen (= Technik bzw. Technikketten). Die F\u00e4higkeit, Kr\u00e4fte zu generieren, ist elementar und wertvoll und muss von jedem Kampfsportler im Rahmen seines Trainings unabl\u00e4ssig trainiert und nach M\u00f6glichkeit optimiert werden. Ebenso wie Technik der limitierende Faktor bei der praktischen Anwendung von Kr\u00e4ften sein kann, sind Kr\u00e4fte und praktische Anatomiekenntnisse die limitierenden Faktoren bei der Anwendung von Technik. Mehr Kraft generieren zu k\u00f6nnen \u2013 durch Gewicht, die F\u00e4higkeit zur schnellen Gewichtsverlagerung und\/oder durch Muskelkraft \u2013 ist erstmal ein Vorteil, jedoch darf ich dabei die anderen Aspekte nicht v\u00f6llig aus den Augen verlieren. Dennoch sind Kr\u00e4fte etwas, mit denen man zwingend umgehen k\u00f6nnen muss, und ganz ohne einschl\u00e4gige Erfahrung ist das nun mal schwierig.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-container-1 wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"477\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-781\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe4.png 500w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe4-300x286.png 300w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe4-314x300.png 314w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"528\" height=\"637\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe5-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-783\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe5-1.png 528w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe5-1-249x300.png 249w\" sizes=\"(max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><figcaption><em>Klingengrundform, Anschliff und Klingengeometrie bedingen die Vielseitigkeit oder Spezialisierung eines Schneidwerkzeugs. Sowohl Vielseitigkeit als auch hohe Spezialisierung haben immer einen Preis. Im Laufe der Zeit haben sich sehr viele hochspezialisierte Formen herausgebildet, die man alle zweckentfremden kann, aber eben nur begrenzt.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zur Technik w\u00fcrde ich noch einbl\u00e4uen, dass eine Technik der anderen nicht prim\u00e4r \u00fcberlegen ist, sondern immer ein Ansatz f\u00fcr einen bestimmten Kontext. Dieser Ansatz eignet sich nicht f\u00fcr alle denkbaren Kontexte gleich gut und muss unabl\u00e4ssig geschliffen werden, und dazu geh\u00f6ren Tests nun mal dazu. Wer Erfahrung im Schleifen von Schneidwerkzeugen hat, weiss wovon ich spreche: Erst, wenn ich auf die Erfahrungen unz\u00e4hliger \u00abSch\u00e4rfetests\u00bb zur\u00fcckgreifen kann \u2013 prim\u00e4r meine eigenen, in zweiter Linie die meines Trainers und in dritter Linie auf die von dessen Trainern \u2013 kann ich vielleicht beurteilen, wie und wann ich die richtige Sch\u00e4rfe erreicht habe. Aber auch dann werde ich vermutlich gelegentlich testen m\u00fcssen oder wollen, um sicherzugehen, dass ich \u00abes nicht verlernt habe\u00bb. Man sollte auch beachten, dass nicht jede \u00abSch\u00e4rfe\u00bb &#8211; das Resultat aus Stahl, H\u00e4rte, Klingengeometrie, Schleifwinkel, K\u00f6rnung des Schleifmediums und Qualit\u00e4t sowie Dauer des Schleifvorgangs \u2013 sich f\u00fcr jede Anwendung gleich eignet und Kenntnisse in einer Sch\u00e4rftechnik sich nicht zwingend auf andere Sch\u00e4rftechniken \u00fcbertragen lassen. Meine Schleiftechnik kann noch so gut und konsistent sein, und egal, ob ich die Klinge Schneide oder R\u00fccken voraus \u00fcber das Sch\u00e4rfmedium f\u00fchre oder das Sch\u00e4rfmedium \u00fcber die Klinge: Schleife ich f\u00fcr die falsche Anwendung, kann es sein, dass ich umgehend Ausbr\u00fcche in der Klinge habe, der Apex (Grat) rollt, die Klinge w\u00e4hrend dem ersten Schnitt stumpf wird oder gar nicht erst schneidet. W\u00e4hle ich ein suboptimales Ausgangsmaterial (Stahlsorte f\u00fcr ein bestimmtes Anwendungsgebiet) und lasse dem die falsche Behandlung zu Teil werden (Klingengeometrie, H\u00e4rtung), wird mein Ergebnis auch nicht optimal sein, und wenn ich das falsche Schleifmedium f\u00fcr meinen Zweck w\u00e4hle und diese am Ende auch noch falsch behandle (z.B. japanischer Wasserstein ultrafein mit 10.000er K\u00f6rnung, um einen Grobschliff mit hohem Materialabtrag an einem Stahl mit hohem Karbidvolumen und 67 HRC anzubringen, am Ende noch ohne den Stein vorher zu w\u00e4ssern) werde ich auch keine Freude haben. Vielmehr muss ich die Abfolge meiner Schleifmedien richtig w\u00e4hlen \u2013 von grob zu fein, vom prim\u00e4ren Anschliff zur Schneidenpolitur. Der fr\u00fche Einsatz eines zu feinen Schleifmittels hat in der Praxis allenfalls den Sinn, herauszufinden, mit welchem Stahl ich es zu tun habe \u2013 Sch\u00e4rfe erreiche ich damit noch nicht. Man kann die Schleiferei auch \u00fcbertreiben: wer zu viel und vor allem zu schnell schleift, kann den Stahl \u00fcberhitzen und die H\u00e4rte ruinieren. Auch sonst f\u00fchrt \u00fcberm\u00e4ssiges und zielloses Schleifen zu Materialverschleiss, schneller als ein sachgem\u00e4sser Gebrauch eines Schneidwerkzeugs (= schneiden).<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"677\" height=\"693\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-784\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe4.jpg 677w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe4-293x300.jpg 293w\" sizes=\"(max-width: 677px) 100vw, 677px\" \/><figcaption><em>Abnutzung von Klingen durch Gebrauch und Abziehen, bis ein Nachschleifen mit gr\u00f6sserem Materialabtrag erforderlich wird. Anstatt die urspr\u00fcngliche Geometrie wiederherzustellen, kann diese auch entsprechend dem Anwendungsspektrum adaptiert werden.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Genau das passiert m.E. aber sehr h\u00e4ufig in den Kampfk\u00fcnsten \u2013 die einzelnen Komponenten wollen oft einfach nicht so recht zueinander und zum propagierten Anwendungsgebiet passen. Da \u00e4ndert es auch nicht wirklich was dran, wenn der 10.000er Stein seit Urgrossvaters Zeiten f\u00fcr alle Arbeitsschritte und Schneidentypen verwendet wird \u2013 f\u00fcr manche Dinge sind die Alternativen eben erwiesenermassen besser, und in Zeiten der freien Informationsbeschaffung wird es immer schwerer, das zu leugnen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"686\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe6-1024x686.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-785\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe6-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe6-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe6-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe6-1536x1029.jpg 1536w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe6-2048x1371.jpg 2048w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe6-448x300.jpg 448w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"470\" height=\"314\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-786\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe7.png 470w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe7-300x200.png 300w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe7-449x300.png 449w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption><em>Oben: Klinge mit spiegelpolierter Sekund\u00e4rphase. Sieht super aus und ist sauscharf, allerdings auch mega-empfindlich, schnell hin\u00fcber und man sollte daf\u00fcr perfektes Equipment und Freude am Schleifen haben\u2026 Unten: \u00abbissiger\u00bb Schliff im Makro. Sieht furchtbar aus, ist nicht ganz so scharf, aber viel unempfindlicher und im Schneidverhalten aggressiver \u2013 fast wie eine Mikros\u00e4ge. Beide funktionieren gut f\u00fcr manche Anwendungen, m\u00e4ssig f\u00fcr andere. Der Mittelweg funktioniert ok f\u00fcr beide Richtungen, aber eben auch \u00abnur\u00bb ok.&nbsp;<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Stahl in dem Gleichnis ist nat\u00fcrlich der Sch\u00fcler. Es gibt ganz unterschiedliche St\u00e4hle, die sich f\u00fcr unterschiedliche Anwendungen von Haus aus unterschiedlich gut eignen. Einige davon bringen jedoch von Haus aus bestimmte Eigenschaften nicht mit, die f\u00fcr die Ausbildung einer scharfen Schneide erforderlich sind: entweder sie enthalten zu viel Kohlenstoff, sind spr\u00f6de und neigen dazu, unter spontanem Druck zu brechen. Oder sie enthalten zu wenig Kohlenstoff und verbiegen sich, wenn man versucht sie zu h\u00e4rten. In beiden F\u00e4llen gibt es Wege, um dies zu \u00e4ndern, aber beide sind aufw\u00e4ndig, kosten M\u00fche und Zeit und brauchen einen guten Schmied. Ein zu kohlenstoffreiches Material (z.B. Gusseisen) kann ich homogenisieren, indem ich es schmiede, und einen urspr\u00fcnglich kohlenstoffarmen Stahl kann ich dennoch h\u00e4rten, indem ich ihn aufkohle oder nitriere, also Elemente in den Stahl einarbeite, die eine H\u00e4rteannahme erm\u00f6glichen. Manche St\u00e4hle haben auch Schichten (Schweissverbundstoffe, auch \u00abDamast\u00bb) \u2013 nicht inh\u00e4rent besser als ein Monostahl, je nach Zusammensetzung sogar gelegentlich h\u00f6chst problematisch, aber definitiv spannend zu bearbeiten, wenn man nicht weiss, was als n\u00e4chstes kommt. Es ist auch nicht so, dass jeder Schmied den gleichen Stahl bevorzugt \u2013 manche k\u00f6nnen mit einer grossen Bandbreite arbeiten, andere bevorzugen Stahl mit bestimmten Struktureigenschaften oder besonders gut formbare Stahlsorten. H\u00e4rte und Klingengeometrie sind das, was sich der Sch\u00fcler in der Schule aneignet (basierend auf seinen mitgebrachten \u00abMaterialeigenschaften\u00bb), Schleifmedien und Schleifwinkel die Trainingsmittel, die eine Schule empfiehlt bzw. zur Verf\u00fcgung stellt, wobei bestimmte Formen und Anwendungen besser mit bestimmten Stahlsorten und H\u00e4rtegraden harmonieren. Und Qualit\u00e4t und Dauer des Sch\u00e4rfvorgangs sind das, was der Sch\u00fcler selbst an Zeit, Aufmerksamkeit und M\u00fche investiert.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"911\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-787\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe8.jpg 911w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe8-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe8-768x399.jpg 768w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe8-500x260.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 911px) 100vw, 911px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"313\" height=\"248\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe9.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-788\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe9.jpg 313w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe9-300x238.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\" \/><figcaption><em>Oben: Schemazeichnung zur Bedeutung von einzelnen Aspekten der physischen Vorbereitung im Ringen (aus: Czech\/Hartmann\/J\u00fcrgens, Klassischer Ringkampf. Lehrbuch f\u00fcr Fortgeschrittene. Ost-Berlin 1976, S. 18 Schema 4). Man beachte, dass eine schlechtere spezielle Grundlagenausdauer durch eine bessere Toleranzkapazit\u00e4t kompensiert werden kann \u2013 ebenso wie eine stumpfere prim\u00e4re Schneidphase durch eine h\u00f6here sekund\u00e4re Schneidphase.<br>Unten: Bedeutung von Wetzstahl und Abziehleder zum (Wieder-) Aufrichten des Schneidgrates.<br>Es geht immer um die Optimierung der \u00abSpitze\u00bb, aber dennoch darf die \u00abBasis\u00bb nicht vernachl\u00e4ssigt werden.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Vollkontaktsparring und Wettkampf sind dabei gleichzeitig \u00abSch\u00e4rfmittel\u00bb und Sch\u00e4rfetest, verbunden mit einem allgemeinen Belastungstest. Sie sind keineswegs die einzigen Sch\u00e4rfmittel, sondern eher sowas wie der Wetzstahl (steel sharpens steel!) und das Abziehleder, also das, was \u00abden letzten Schliff\u00bb gibt. Die grundlegenden Voraussetzungen werden schon im Vorfeld geschaffen, aber ohne die feine K\u00f6rnung und das Abziehleder kommt man eben f\u00fcr bestimmte Anwendungen nicht auf die gew\u00fcnschte Sch\u00e4rfe. M\u00f6chte ich einen sehr \u00abbissigen\u00bb Grobschliff (\u00abgezahnter\u00bb Schliff oder gar Wellenschliff) haben, kann es durchaus sein, dass der Wetzstahl nur f\u00fcr ein paar Z\u00fcge am Schluss eines Anschliffs gebraucht wird und das Abziehleder gar nicht (auch weil die Schneide ins Abziehleder beissen kann, und das gibt nur Scherereien, aber keine scharfe Schere). Wenn ich aber vorsichtig bin und weiss, was ich mache, kann ich eine bereits scharfe Schneide allein mit dem feinen Stein und dem Abziehleder (H\u00e4ufigkeit entsprechend dem Anwendungsgebiet) bei gleichzeitiger Verwendung praktisch unbegrenzt scharf halten, wobei sich die Klingengeometrie nach und nach \u00e4ndern oder ich durch die Anwendung oder auch durch falschen (auch \u00fcberm\u00e4ssigen) Gebrauch des Schleifmediums einen gr\u00f6sseren Schneidenschaden bekommen kann. Dann muss ich ggf. von vorne anfangen mit dem Sch\u00e4rfen und schlimmstenfalls den Sch\u00e4rfwinkel oder sogar die Klingengeometrie adaptieren. Wenn ich die Klinge nicht anwende, sollte ich sie sorgsam in ein passendes Material einwickeln \u2013 um sicherzugehen, dass weder die Klinge noch die Umh\u00fcllung Schaden nehmen \u2013 und hin und wieder hervorholen \u00f6len (oder, wie der Hagakure sagt: mir \u00abdamit die Augenbrauen stutzen\u00bb, was sowohl dem Erhalt der \u00e4usseren Erscheinung als auch dem Sch\u00e4rfetest dienen soll). Korrekt eingepackt kann eine Klinge eine \u00fcberraschende Sch\u00e4rfe bewahren \u2013 Veteranenweltmeister werden h\u00e4ufig Leute, die zwar in ihrer Jugend gut, aber keineswegs zwingend Weltklasse waren \u2013 die es aber gut erhalten und mit genug \u00abBiss\u00bb in den Ruhestand geschafft haben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-789\" width=\"622\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe10.png 943w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe10-300x152.png 300w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe10-768x388.png 768w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe10-500x253.png 500w\" sizes=\"(max-width: 622px) 100vw, 622px\" \/><figcaption><em>Korrekt gestutzte Augenbrauen \u2013 check.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich denke, so \u00e4hnlich verh\u00e4lt es sich auch im Kampfsport. Ein Klingenrohling ist zun\u00e4chst \u00abblank\u00bb und kann f\u00fcr verschiedene Anwendungen optimiert werden, auch wenn bestimmte Tendenzen vielleicht schon erkennbar sind, weist er doch eine bestimmte Grobform und Materialzusammensetzung auf. Jedoch ist es nicht so, dass der erste Anschliff bereits entscheidend f\u00fcr die letztendliche Funktion der Klinge sein muss. Vielmehr kann diese im Laufe der Zeit und durch diverse Umst\u00e4nde ihr Anwendungsgebiet wechseln, und wenn sie nicht verl\u00e4sslich ge\u00f6lt wird oder von Haus aus durch Zugabe von mehr oder weniger schwarzer Magie (Beigabe von Chrom, Stickstoff, Kobalt\u2026 und\/oder Kohlenstoffreduktion) \u00abrosttr\u00e4ge\u00bb oder gar \u00abrostfrei\u00bb gemacht worden ist, auch schon mal einrosten \u2013 aber auch wieder entrostet werden, wenn auch mit Materialverlust (insbesondere an der Schneide, wo das Material am d\u00fcnnsten ist). Eine Anwendungs\u00e4nderung braucht immer Zeit, Arbeit und oft genug auch einen f\u00e4higen Schmied. Aber so oder so \u2013egal, ob ich eine Klinge sch\u00e4rfen oder eine Schneide scharf halten will, ich muss schleifen, schleifen, schleifen\u2026 und hin und wieder \u00fcberpr\u00fcfen was ich da eigentlich tue.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"916\" height=\"930\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe11.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-790\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe11.jpg 916w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe11-295x300.jpg 295w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe11-768x780.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 916px) 100vw, 916px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"998\" height=\"881\" src=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe12.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-791\" srcset=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe12.jpg 998w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe12-300x265.jpg 300w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe12-768x678.jpg 768w, https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Sch\u00e4rfe12-340x300.jpg 340w\" sizes=\"(max-width: 998px) 100vw, 998px\" \/><figcaption><em>Vom leicht angerosteten Klingenrohling zur ausgeschliffenen Klinge, an der die Damaszierung sichtbar wird. Hier wunderbare Beispiele von Messermacher Egbert Stolpe.<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00dcber den Gastautor<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter dem Pseudonym \u00abJohn Flais\u00bb verbirgt sich ein ehemaliger Bundesligaringer, der sich bedingt durch diverse \u00abSchneidenausbr\u00fcche\u00bb inzwischen weitestgehend im vorzeitigen leistungssportlichen Ruhestand befindet. Er erw\u00e4gt derzeit eine \u00ab\u00c4nderung der Klingengeometrie\u00bb und hat daher gerade mehr Zeit zum Nachdenken und Schreiben. Er befasst sich mit \u00dcbertragbarkeiten von Techniken, Taktiken und Trainingsmethoden in diversen ringenden Kampfdisziplinen (mit und ohne Waffen) quer durch die Zeiten und schleift begeistert Klingen aller Art, vom Taschenmesser bis zum Talwar. Erreichen kann man ihn \u00fcber&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kampfkunst-board.info\/\">www.kampfkunst-board.info<\/a>&nbsp;(Benutzername period).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wurde k\u00fcrzlich in eine online-Diskussion verwickelt, die davon ausging, dass wieder mal ein Taijiquan-Lehrer (um das Wort \u00abMeister\u00bb zu umgehen) von einem Vollkontaktler (Sanda) \u00f6ffentlich verpr\u00fcgelt worden war. Konkret ging ersterer dreimal nach einem einseitigen Schlagabtausch von je maximal &hellip; <a href=\"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/allgemein\/das-schaerfegleichnis\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,7,5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=777"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":794,"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777\/revisions\/794"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.judo-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}